Körper-Netzwerk

Physio-ABC

Verletzungen und Erkrankungen rund um den Bizeps zählen ebenfalls zu den Schulterbeschwerden.

Bei CRAFTA handelt es sich um eine spezielle Ausbildung im Bereich der manuellen Physiotherapie. Sie dient zur Behandlung von Beschwerden in den Bereichen Kiefer, Gesicht, Kopf und Nacken. Beispiele für mögliche Beschwerdebilder sind Schmerzen an Kiefergelenken, Kieferknacken und -fehlstellungen, Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerz sowie Migräne. CRAFTA wurde ursprünglich für Physiotherapeuten entwickelt, kann aber auch von anderen Experten wie Zahnärzten, Kinderärzten oder Logopäden angewandt werden. Das ermöglicht bei Bedarf eine ideale interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachgebieten.

Diese Art der Physiotherapie kommt zum Einsatz, wenn in den Faszien – sprich im Bindegewebe – Verformungen oder Verklebungen auftreten. Anhand der Körpersprache des Patienten wird herausgefunden, wie das FDM-Konzept am besten gezielt eingesetzt werden kann.

Bei diesen beiden Techniken wird die Faszien-Behandlung mit Geräten unterstützt. Die FAZER-Methode von ARTZT vitality® verwendet zusätzliche Instrumente aus Edelstahl, mit denen der für die Behandlung notwendige Druck auch auf tieferliegende Faszien ausgeführt werden kann.

Beim Flossing werden elastische Bänder um die betroffene Körperstelle gewickelt. Diese erzeugen eine Kompression des betroffenen Gewebes oder Gelenks. Währenddessen wird eine bestimmte Bewegung oder Übung durchgeführt. Sobald das Flossband gelöst wird, wird der Bereich besonders gut durchblutet, was wiederum Verklebungen in den Faszien löst.

Eine „Steife Schulter“ ist eine Entzündung im Schultergelenk, die zuerst zu Schmerzen und schließlich zu einer Steifheit der Schulter führt.

Wie kann die Physiotherapie bei Frozen Shoulder helfen?

Meist fängt es schleichend an. In einem langen Prozess nimmt die Beweglichkeitder Schulter ab und sehr häufig nehmen die Schmerzen immer mehr zu. Am Ende ist die Schulter wie eingefroren – eine Frozen Shoulder. Oder „Steife Schulter“ in der deutschen Version.

Eine Entzündung in der Schulter und Ablagerungen von Bindegewebe führen mit der Zeit dazu, dass sich die Schultergelenkskapsel zusammenzieht und nicht mehr auseinander geht. Das schränkt die Beweglichkeit des Schultergelenks zunehmend ein. Am häufigsten ist die nicht dominante Schulter betroffen. Die Dauer der Krankheit, die auch von Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus beeinflusst werden kann, fällt bei jedem Patienten anders aus. Im schlimmsten Fall können bis zur Heilung drei Jahre vergehen.

Mit der richtigen Behandlung lässt sich die Behandlungsdauer verkürzen. Hier kommt die Physiotherapie ins Spiel.

Wie kann Physiotherapie bei einer Frozen Shoulder helfen?

  • Information: Richtige Aufklärung und Beratung über die Krankheit können sich positiv auf die Heilung auswirken.
  • Schmerzreduktion: Verschiedene Techniken wie die Manuelle Therapie können helfen, die Schmerzen zu reduzieren.
  • Bewegungsausmaß verbessern: Techniken wie Triggerpunkttherapie, Manuelle Therapie und bestimmte physiotherapeutische Übungen können die Beweglichkeit der Schulter verbessern.
  • Funktionserhalt und -wiederherstellung: Durch die richtige Physiotherapie werden der Erhalt und die Wiederherstellung der Funktionen unterstützt.
  • Gezielte Übungen: Der Physiotherapeut passt die Übungen genau an den individuellen Zustand der Erkrankung und des Patienten an.

Ursachen und Auslöser einer Frozen Shoulder

Eine steife Schulter kann unterschiedlichste Auslöser haben. Dabei unterscheiden wir zwei grundsätzliche Arten: primär und sekundär. Die primäre Frozen Shoulder tritt als eigenständige Krankheit auf, ohne bestimmten Auslöser bzw. Zusammenhang. Die sekundäre Form teilt sich in drei Faktoren auf.

  • Äußere Faktoren: Das betrifft Traumata, Sehnenentzündungen oder Verkalkungen.
  • Innere Faktoren: Dazu zählen der Bruch des Schlüsselbeins, Schulterblattes oder Oberarmkopfes, sowie Brustkrebs, ein Schlaganfall oder veränderte Bewegungen des Schulterblattes.
  • Systematische Faktoren: Das sind Krankheiten wie Diabetes mellitus, Parkinson bzw. Erkrankungen von Herz, Lunge oder Schilddrüse.

Die drei Stadien einer Frozen Shoulder Erkrankung

Stadium 1, die Entzündungsphase: Sie dauert zwischen zwei und neun Monate lang. Dabei werden die Schulterschmerzen immer stärker und erste Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit treten auf.

Stadium 2, die Steifheitsphase: Die Schmerzen lassen langsam nach, dafür tritt die Steifheit immer mehr in den Vordergrund, bis irgendwann gar nichts mehr geht. Diese Phase dauert üblicherweise vier bis neun Monate.

Stadium 3, die Auftauphase: In der letzten Phase lösen sich die Bewegungseinschränkungen nach und nach. Die Schmerzen sind beinahe ganz weg. Um mögliche Folgeprobleme zu vermeiden, ist es jetzt ganz wichtig, die Schulter mit einer entsprechenden Physiotherapie behutsam wiederaufzubauen.

Beim Impingment-Syndrom handelt es sich um eine Einengung zwischen Oberarmkopf und Schulterblatt, die bei bestimmten Bewegungen (starke) Schmerzen verursacht.

Instabilität: So beweglich die Schulter auch ist, so anfällig ist sie dadurch für eine Instabilität, die durch einen Unfall bzw. Sturz oder durch eine Hypermobilität verursacht werden kann.

Kalk in der Schulter: Hierbei handelt es sich um eine Kalkablagerung in den Sehnenansätzen rund um das Schultergelenk, die große Schmerzen verursachen kann.

Kinesio Tapes sind elastische, atmungsaktive Klebebänder, die auf bestimmte Körperstellen geklebt werden. Besonders bei akuten Beschwerden kann Kinesio-Taping Schmerzen reduzieren, die Muskelspannung beeinflussen oder den Lymphfluss fördern. Zusätzlich können die Bänder die Kontrolle der Bewegungen, sowie die Gelenkstabilität unterstützen.

Wenn der Lymphfluss (zum Beispiel nach einer Operation) gestört ist, können mit dieser sanften, manuellen Form der Physiotherapie Flüssigkeitsstaus im Gewebe gelöst werden.

Die manuelle Therapie kann bei Schmerzen oder Funktionsstörungen von Muskeln, Gelenken oder Nerven zum Einsatz kommen. Dabei mobilisiert der Physiotherapeut mit seinen Händen das betroffene Gelenk. Zusätzlich gibt es Übungen zur Stabilisation, Muskeldehnungen und spezielle Nerventests.

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche und manuelle Therapie-Methode, die zur Befundung und Behandlung ausschließlich die Hände einsetzt.

Die wichtigsten Grundlagen sind das Funktionieren des menschlichen Körpers als Einheit, seine Fähigkeit zur Selbstregulation und Selbstheilung, sowie das Wechselspiel von Struktur & Funktion.

Die osteopathische Behandlung hat das Ziel, Einschränkungen der Beweglichkeit von Strukturen und Geweben zu korrigieren und dadurch das Wohlbefinden wiederherzustellen. Als Osteopathen nutzen wir das Wissen über die anatomischen und funktionellen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Körperregionen.

Hierfür betrachten wir drei verschiedene Körpersysteme, die sich gegenseitig beeinflussen:

  • Strukturelle Osteopathie: Hierzu zählt die Therapie des Bewegungsapparates, mit verschiedensten Techniken wird an Muskeln, Sehnen, Bändern, Knochen, Faszien, … gearbeitet.
  • Viszerale Osteopathie: Hier stehen die Organe, deren Funktion und angrenzende Gewebe im Mittelpunkt. Nach Entzündungen, Reizungen oder Operationen können entstandene Verklebungen gelöst werden.
  • Cranio-Sacrale Osteopathie: Über sanfte Techniken werden die Schädelknochen, die Wirbel und das Kreuzbein und somit auch die damit verbundenen Nerven- und Gefäßstrukturen behandelt.

Wann kann Osteopathie helfen?

  • Bei Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparates (z.B. Rücken- & Nackenschmerzen, Gelenksschmerzen, nach Unfällen und Operationen
  • Bei Beschwerden innerer Organe (z.B. Verdauungsprobleme, Verstopfungen, Atembeschwerden, Magenprobleme, Reflux, gynäkologische Probleme, Probleme nach Operationen,…)
  • Bei craniellen Problemen wie Kopfschmerzen, Migräne, Stirn- & Nebenhöhlenentzündungen, Schwindel, Kieferprobleme, …

Vorbeugen ist besser als heilen. Um Beschwerden gar nicht erst aufkommen zu lassen, berate ich Sie gerne vorbeugend rund um Themen wie eine gesunde Haltung, gezieltes Rückentraining oder eine Sport-Analyse.

Rotatorenmanschettenruptur: Die Rotatorenmanschette ist eine Sehnenkappe, die den Schulterkopf umschließt und dabei die Schulter zusätzlich stabilisiert. Nach einer Verletzung bzw. Operation ist eine intensive Physiotherapie notwendig.

Bei der Sportphysiotherapie helfen wir Ihnen nach Verletzungen oder Operationen, wieder zu Ihrer sportlichen Aktivität zurückkehren zu können. Zusätzlich helfen wir Ihnen, Sportverletzungen vorzubeugen.

Sogenannte myofasziale Triggerpunkte sind lokale Muskelverhärtungen, die vor allem bei Druck sehr schmerzhaft sind und die auf den restlichen Körper ausstrahlen können. Chronische Schmerzen und eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit können die Folge sein. Mit dieser Form der Physiotherapie werden solche Triggerpunkte durch eine manuelle Technik gezielt behandelt.

Dabei handelt es sich meist um eine Kombination aus Impingment und Instabilität. Betroffen sind vor allem Sportler, die sehr häufig die Hände über dem Kopf halten müssen. (Volleyball, Handball & Co)

Zervikogener Kopfschmerz äußert sich durch ein ziehenden oder drückenden Schmerz der sich vom Nacken oder erst vom Hinterkopf nach oben vorne zieht. Es ist ein einseitiger Kopfschmerz. Die Einnahme von Migräne Medikamente ist sehr häufig nicht wirksam. Diese Art von Kopfschmerz kann einmal in der Woche auftreten und beginnt meistens das erstmal gegen Anfang-Mitte 30 Lebensjahre auf. Der Flexion-Rotation-Test (Test in der Physiotherapie) ist häufig positiv.

Physiotherapie hat einen sehr guten Erfolg. Und wo liegt die Ursache? Häufig in den oberen ersten drei Halswirbeln unserer Wirbelsäule, die anatomisch und funktionell eine Verbindung zum Kopf nachweist.

Und was ist der Unterschied zur Migräne?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Migräne eher im vorderen Bereich des Kopfes lokalisiert ist. Migräne kann mit/ohne Aura (= Vorboten wie Lichtempfindlichkeit / Übelkeit / Empfindlichkeit auf Geräusche) auftreten. Das erstmalige auftreten von Erwachsener Migräne ist meistens um die +/- 20.Lebensjahr.

Es gibt auch Gemeinsamkeiten vom zervikogenen Kopfschmerz und Migräne, was es nicht immer leicht macht es zu differenzieren zumal auch eine Kombination vorhanden sein kann. Die Ähnlichkeiten äußern sich dadurch, dass zu einem bei beiden Arten sich meist der Schmerz nur auf einer Seite des Kopfes lokalisiert und zum anderen zervikogener Kopfschmerz und Migräne regelmäßig auftreten. Desweitern ergeben bildgebenden Verfahren wie MRI der oberen Halswirbelsäule keine strukturellen Unterschiede zwischen einer Person mit Migräne oder jemand mit zervikogenen Kopfschmerzen.

Wie kann mir Physiotherapie helfen?

Durch eine genaue Befragung sowie Untersuchung der Gelenke, Muskeln sowie Nerven der Kopf-Hals-Region sowie evtl. des Kiefergelenkes wird die individuelle Ursache des Kopfschmerzes festgelegt. Eine adäquate persönliche zielorientierte Physiotherapie hilft dabei die Schmerzen zu lindern sowie an der Ursache zu arbeiten.